Ortsheimatpfleger Rolf Ahlers führte am Sonntag, 9. Oktober 2011 bei kühler Witterung aber herrlichstem Sonnenschein eine kleine Gruppe Interessierter um und durch die Kirche.
An den Außenwänden der Kirche konnten kleine Schätze entdeckt werden wie die Stifterplatte rechts oberhalb des Eingangs mit der Kreuzigungsszene, eine Rosette an der rechten Altarraumseite („Welche Bedeutung diese wundervolle Rosette an dieser Stelle hat, wissen wir leider nicht.") oder des Zeichen eines Steinmetzen am Steinrahmen eines Fensters auf der linken Kirchseite. Fast noch spannender waren jedoch die verschiedenen Veränderungen im Mauerwerk, die deutlich mehrere Umbauten der Kirche zeigten: zugemauerte ehemalige kleinere Fenster, zwei zugemauerte Türen auf der rechten Kirchseite und im Altarraum an der Stirnseite der Kirche, die erst 1968 angebaute Sakristei, der große Erweiterungsbau von 1770, der das Kirchenschiff gegenüber der alten Kirche in der Länge fast verdoppelt und um einige Meter in der Höhe vergrößert hat. So erzählen die Steine der Kirche einiges aus ihrer Geschichte. Auch die Gedenksteine um die Kirche herum standen nicht immer dort, wo sie jetzt stehen, sondern wurden z.T. schon mehrfach umgesetzt.
Im Innenraum der Kirche berichtete Rolf Ahlers von der Umbaumaßnahme Anfang der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, in der die beiden Seitenemporen und der Hochaltar entfernt wurden und der Betonaltar aufgestellt wurde. Ein Foto in der Vitrine im Eingangsbereich zeugt noch von dem wunderschönen Hochaltar. Ebenfalls in der Vitrine findet sich die 1650 angeschaffte Bibel.
Vor allem für die Kinder folgte nun der spannendste Teil der Kirchführung: Das Hinaufklettern in den Kirchturm zu den drei Glocken. Das bedeutet Abenteuer! Im Turm berichtete Rolf Ahlers, dass bis vor gar nicht langer Zeit noch der Glöckner Osterloh die Glocken zunächst manuell von oben und später mit Seilen von unten bedienen musste, bis nach einem gefährlichen, Gott sei Dank nicht tödlichen Unfall die elektrische Läuteanlage installiert wurde. Dass eine Glocke etwa 700 kg wiegt und rund 10 000 Mark gekostet hatten, erfragten sich die Kinder vom Ortsheimatpfleger. Durch manuelles Bewegen der einzelnen Knüppel konnten die Kinder auch vor Ort erleben, wie die unterschiedliche Größe der drei Glocken ihren je eigenen Klang haben.
Vielen Dank an unseren Ortsheimatpfleger Rolf Ahlers für diese kurzweilige Entdeckungstour rund um die Kirche herum und bis in ihre Spitze.
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19.10.2011
Kategorie: Pfarrverband


