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25.03.2026 Kategorie: Angedacht

Abschiedsessen

Erinnerung an Jesu letztes Mahl

Wenn wichtige Leute in den Ruhestand verabschiedet werden, gibt es meistens noch eine große Sause. Eine außergewöhnliche Location wird gesucht und ein extravagantes Catering bestellt. Alle wollen ein letztes Mal mit dem Chef anstoßen, ein letztes Selfie, ein letzter Händedruck vor dem Abschied.

Als Jesus mit seinen Jüngern sein Abschiedsessen veranstaltete, war alles etwas bescheidener. Sie feierten das Passamahl anlässlich des jüdischen Passafestes. Es erinnert an die Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten. Damals wurde ein Lamm geschlachtet und das Blut an die Türpfosten gestrichen, damit das Verderben, die schlimmste und größte Plage, die Gott über das Land am Nil brachte, an den Israeliten vorüberging. Am Morgen nach dieser todbringenden Nacht gab der Pharao Israel frei und die Flucht unter der Leitung von Mose konnte beginnen. Daran erinnert sich Jesus hier mit seinen Jüngern. Auf ihrem Tisch liegt zubereitetes Lammfleisch. Dazu gab es Brot und Wein und bestimmt auch noch etwas Gemüse. Jesus als Tischherr verteilt das Brot. Aber er sagt dazu Worte, die seine Freunde nicht verstehen: "Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird." Zur Mahlfeier gehört auch ein ordentlicher Schluck Wein. Und als er den Becher herum reicht, sagt Jesus: "Das ist mein Blut, das vergossen wird zur Vergebung eurer Schuld."

Immer, wenn Freunde von Jesus dieses Mahl feiern, sollen sie sich damit an ihn erinnern: Daran, dass er sein Leben für sie gab; dass am Karfreitag sein Leib gebrochen und sein Blut vergossen wurde; dass er zu Ostern den Tod besiegt hat und lebt und uns damit Frieden mit Gott schenkt, der jetzt beginnt und ewig hält.

Foto: congerdesign / www.pixabay.com

Beitrag von Frank Wesemann